Dienstag, 11.07.2006
Anreise mit (kleinen) Hindernissen
Anreisetag nach Linz! Im Vorfeld machte uns der SZ-Bus
Schwierigkeiten und so wollten wir in zwei Etappen nach Linz fahren! Die erste
Partie (Schlagzeuger plus Helmut und Daniela) fuhren wie geplant um 07.00 Uhr
bei der VS in Raaba weg! Voll bepackt und mit dem Instrumentenanhänger im
Schlepptau tingelten wir die A9 Richtung Linz! Auf Höhe Rottenmann erreichte
Daniela ein Anruf, welcher ihr Gesicht binnen Sekunden erstarren ließ! Die
Probleme mit dem SZ Bus waren größer als gedacht – er war kurzfristig nicht zu
reparieren (Bremsdefekt). Was tun? Sie telefonierte hektisch bis eine halbwegs
annehmbare Lösung gefunden wurde. Dem Himmel sei Dank, dass Otti und Rosemarie
Krisper ein neues Auto gekauft hatten (7-Sitzer), somit war wenigstens
gewährleistet, dass die restlichen Leute nach Linz kommen würden. Stress schien
vorprogrammiert, aber man musste das Beste aus der Situation machen. Gegen 10.00
Uhr kamen wir in Linz an und fanden mit Hilfe des Anfahrtsplans rasch zum
Design-Center wo die Akkreditierung durchgeführt werden musste, danach fuhren
wir in unser Quartier in die HTL. Wir bezogen unsere Klasse, die für die
kommende Woche als Schlaf- und Wohnplatz dienen sollte. Gemischte Gefühle kamen
hoch – wie würde das werden?
Unsere Schlagzeuger wurden von der Chefpartie (Helmut und Daniela) an eine
SZ-Kollegin aus Linz übergeben, denn die zwei mussten zur Probe des BAO
(Bundesauswahlorchester der österreichischen Spielmannszüge). Helga war sehr
nett und begleitete uns nach dem Herrichten unserer Schlafstätte zum
Design-Center wo es endlich Mittagessen gab (Helmut und Daniela schwitzten sich
inzwischen einen Dodel bei der Probe „ggg“). Wir waren etwas enttäuscht vom
Essen, denn man konnte nix nachholen. Inzwischen kamen auch die restlichen
Musiker mit Otti und Rosemarie aus Graz nach und wir konnten (nachdem sie
gegessen hatten) wieder zum Quartier, um alles her zu richten! Gegen 15.00 Uhr
kamen auch Helmut und Daniela wieder retour – fertig von der Probe und der
Hitze! Bereits um 16.45 Uhr hatten alle Musikgemeinschaften die Probe für die
Eröffnung des Bundesturnfestes – bei der Hitze!!!!!!!!!
Es blieb uns nichts anderes übrig, als da mit zu machen! Dann rasch in die
Klasse und bei ca. 32 Grad in die Uniform und ab in die Innenstadt! Wir kamen
uns vor wie dir größten Deppen – wer geht schon freiwillig bei der Hitze mit der
Uniform herum – die Musiker natürlich! Spätestens bei der Marschaufstellung als
der erste Ton erklang waren Hitze und Anstrengung vergessen und es war nur noch
ein tolles Erlebnis! Eine Klangwolke!
Als wenn wir Flügel unter den Beinen hätten, waren wir wieder bei den Bussen,
die uns nach Ende der Eröffnung zum Quartier brachten. Raus aus dem heißen
Gewand und ab zum Abendessen (es gab Aufstrichbrote und Salat) – lecker!!!!
Wir besuchten die Gemeinschaftsduschen (ohne Badeschlapfen nicht zu benützen)
und versuchten uns für die erste Nacht auf unserem Schlafsackquartier ein zu
richten! Die Fenster waren zwar offen, aber wurden bald wieder geschlossen, denn
vor dem Haupteingang ging es lustig zu. Bei geschlossenen Fenstern war es aber
stickig und heiß – die logische Schlussfolgerung? Jemand musste für Ruhe
sorgen...........................irgendwann konnte doch jeder Ruhe finden und
der Schlaf stellte sich ein.