Donnerstag, 13.07.2006
Das Kräftemessen

Der heutige Tag hat nur ein Motto: „GROSSKAMPFTAG“!! Heute mussten/wollten wir in der Konzertwertung antreten (unser erstmaliges „Kräftemessen“ mit den österreichischen Spielmannszügen) und die Schlagzeuger (Raabauken) und ein Querflötenquartett (The Serenades) nahmen am Bewerb Musik in kleinen Gruppen teil!
Bereits um 07.30 Uhr wurden wir von unserem Chefduo Helmut und Daniela geweckt – gerade noch rechtzeitig, denn unsere Nachkommenden Grazer (Erwin und Werner) standen schon vor der Türe. Nach dem Frühstück trafen auch die restlichen MusikerInnen ein und wir absolvierten die Generalprobe. Hektik kam auf – nicht nur weil die Zeit knapp war, sondern wahrscheinlich waren die Nerven auch schon in Alarmbereitschaft.
Bereits um 10.45 Uhr war das Schlagzeugensemble mit dem Auftritt dran...............die Kehlen der Raabaner waren trocken..................unsere Drummer starteten mit ihrer Performance! Zuerst die Tischmusik und dann der Raabaukenrap – echt klasse – tosender Applaus des Publikums! Geschafft! Zählen wird aber nur die Bewertung der Wertungsrichter, das Ergebnis erfahren wir erst am Samstag........wir hatten nicht viel Zeit um darüber nach zu denken.
Das Querflötenquartett war bereits als nächster auf dem Prüfstand! Man konnte den Damen die Nervosität ansehen! Hatten sie sich zu schwierige Stücke ausgesucht? Würde die Stimmung und die Intonation passen??? Alle fühlten mit den Damen........das Gesicht von Daniela schien immer fahler zu werden..........als die Ladies mit den Stücken fertig waren, viel ihnen anscheinend der Pöstlingberg (Hausberg von Linz) vom Herzen! Nun hatten beide Gruppenleiter (Helmut und Daniela) eine kurze Besprechung mit den Wertungsrichtern – aber leider kein Ergebnis........trotzdem konnten beide einige Details (positiv und negativ) zu den erforderlichen Wertungskriterien erfahren!
Leider hatten wir wieder keine Zeit uns mit den Auskünften auseinander zu setzen! Jede mögliche Motivation und Konzentration musste zusammengerafft werden – die entscheidende Konzertwertung stand am Programm!!!! Wie würde es uns gehen? Wie würden wir uns qualitativ in die Reihen der österreichischen Spielmannszüge einbringen?? Die Nerven waren bis zur Unerträglichkeit gespannt..........mittlerweile waren auch viele Interessenten in den Konzertsaal gekommen – klar wenn man den SZ Raaba noch nie vorher komplett erlebt hatte, musste man die Gelegenheit am Schopf packen und den SZ-Jungküken zuhören – das wiederum war für unsere Nervosität nicht gerade gut.............................
Wir starteten mit dem Pflichtstück (Hessenmarsch) welcher mit Triolenläufen – einem Piccolosolo im Trio und natürlich verdammt viel Dynamik gespickt war....................gut gegangen – aber würden das die Wertungsrichter auch so sehen? Sie hatten die Köpfe über die Partituren gebeugt, es war nicht zu erkennen, wie die Stimmungslage war!
Es musste weiter gehen mit dem Selbstwahlstück (In a Persian Market) – echt blöd dieses Stück, speziell für die Piccoli; Schräg im Klang, gefährlich zum Davonlaufen!
Unerträgliche Spannung in den Köpfen – aber wir mussten da durch! Wir spielten mit unserem Herzschlag um die Wette. Endlich geschafft! Der letzte Ton erklang – unsere Ungewissheit, wie das Stück „rübergekommen“ ist, blieb! Helmut musste zur Besprechung mit den Wertungsrichtern – auch hier konnte er nur einige Details erfahren aber kein Ergebnis – warten bis Samstag!!!!!!!
Erschöpft vom Tag fuhren wir ins Quartier und entspannten uns erst nach und nach beim gemeinsamen Toastessen. An diesem Nachmittag war nur noch Erholung und gemütliche Gemeinschafts - Spiele angesagt. Relativ früh gingen wir auch ins Bett – wen wundert´s nach soviel Stress!