Montag, 9. Juli - Freitag, 13. Juli 2007
Leistungsabzeichenkurs in Kalsdorf!

Montag, 9.Juli „1.Schutag“:
Während viele SchülerInnen schliefen, machten wir, Margit und ich, uns zeitig in der Früh auf den Weg nach Kalsdorf. Denn wir hatten die besondere Ehre beim Leistungsabzeichenkurs teilzunehmen und dort unser Können und Wissen nach einer Woche Vorbereitung auf die Probe zu stellen. Doch noch war es nicht so weit und vor uns lag eine anstrengende Woche.
Ein kleiner Blick auf unseren „Stundenplan“ verriet uns, dass wir eindeutig keine Zeit für irgendetwas anderes, außer üben und Theoriestunden hatten.
Die zwei Stunden am Vormittag, wo wir weder Theorieunterricht, noch praktischen Unterricht gehabt hätten, nutzten wir selbstverständlich mit üben.
In der ersten Theoriestunde lernte ich die restlichen Silber Kandidaten kennen und stellte mit erstaunen fest, dass eigentlich ausschließlich nur Querflöten und Klarinetten den Kurs besuchten. Aber schon nach den ersten Minuten war mir klar, dass die Frau Vortragende (die Bezirksjugendreferentin) relativ flott voranging, damit man soviel Zeit wie möglich mit Wiederholen und üben verbringen konnte. So wie der Vormittag endete, so fing der Nachmittag an, nämlich mit Theorieunterricht.
Schon sehr ausgepowert schafften wir auch den Nachmittag und konnten uns daheim auf das wohlverdiente Bett freuen!

Dienstag, 10.Juli:
Wer behauptet, dass so ein Kurs ganz leicht und entspannt ist, der irrt sich. Denn ausnahmslos alle kamen völlig müde zur Schule und wollten am liebsten weiterschlafen.
Doch im Gegensatz zu den anderen, wurde ich in der ersten Stunde (Praxis) hellwach, als ich herausfand, dass ich ein Stück falsch ausgesucht hatte, und somit mir ein Stück fehlte. Zum Glück hatte ein anderer Flötenlehrer alle Noten dabei und so konnte ich mir schnell ein anderes aussuchen.
Je länger der Tag dauerte, desto müder würde unsere Gruppe und als auch endlich der Unterricht sein ende fand, ging ich nach 2 Stunden üben ins Bett mit dem Hintergedanken, dass die hälfte der Vorbereitung schon vorbei war.

Mittwoch, 11.Juli:
Der Tag war der Erste mit Zwischenprüfungen, um zu testen, wie viel wir wirklich konnten. Schon in der ersten Theoriestunde schrieben wir einen kurzen Test, den die meisten ohne gröbere Fehler schafften.
Doch während in der Theorie der Stoff mittlerweile schon fest stand, wurde in der Praxis noch immer darüber diskutiert, was jetzt alles kommt oder doch nicht kommt. Doch man konnte sich irgendwie einigen und somit stand doch ziemlich spät fest, was jetzt kommt und was nicht!
Nachdem wir auch am Nachmittag einen kleinen Test geschrieben hatten und es anscheinend keine Fragen dazu gab, lachten wir viel, wegen verschiedenster Merksprüche für italienische Ausdrücke.
Auch die witzigsten Tage haben ein Ende so auch dieser und so war ich schon auf den folgenden Tag gespannt, der wohl einer der anstrengendsten dieser Woche werden sollte.

Donnerstag, 12.Juli:
An diesem Tag jagte wohl eine Vorprüfung die nächste, den in beiden „Fächern“ sollte man beweisen, was man alles diese Woche gelernt hatte. Die Erste war Theorie. Nach wenigen Minuten hatte ich den Test vollkommen ausgefüllt und kontrollierte, ob ich alles richtig geschrieben hatte.
Nach dem Essen kam das Resultat. Jeder hatte noch ein, zwei kleine Fehler, die man aber noch ausbessern konnte, bis zur kommenden Prüfung.
So galt unsere ganze Aufmerksamkeit der kommenden praktischen Prüfung, vor der ich wesentlich mehr Angst hatte als vor der Theorie. Die Stunde der Wahrheit rückte immer näher. Sollten wir eine Nachtschicht einlegen, oder konnten wir uns ohne viel Üben für den morgigen großen Tag gut ausschlafen.
Nach der Margit, war ich als letztes von meiner Gruppe dran und war irrsinnig nervös. Was würde der Lehrer sagen? Wird er mich die schwierigsten Tonleitern fragen, so wie den anderen?! Anscheinend hatte er einen guten Tag, denn er fragte gleich die schwierigsten Tonleitern mit 5# und 5b. Aber irgendwie schaffte ich es ohne gröbere Probleme. Als er mir das Stück zeigte, welches ich ihm vorspielen sollte, war ich erleichtert, denn es war genau das Stück, das ich am besten beherrschte. Nach den ersten Zeilen riss er ab und nickte zufrieden. Somit waren wir fertig und konnten nach Hause fahren, um dort noch bis spät in die Nacht für die Prüfung zu lernen.

Freitag, 13.Juli - Glückstag oder doch verflucht?!:
Nach einer lernintensiver Nacht, betrat ich zum letzten Mal das Gebäude, in dem wir die letzte Woche verbracht hatten. Leicht aufgeregt, saß ich auf meinen Platz und wartete, dass die schriftliche Prüfung beginnt. Als sich auch endlich unser Prüfer eingefunden hatte, konnte nichts mehr schief gehen. Die erste Seite war schon die erste Hürde. Denn mit Fragen wie, Name, Bezirk, Instrument usw. konnte man schon die ersten Fehler einbauen.
Schon bald war ich fertig und der Prüfer schaute sogleich meinen Test an. Nachdem er den Test fertig korrigiert hatte und mir sagte, dass ich durch sei, fiel mir ein riesiger Stein vom Herzen. Als auch Margit mit dem Test fertig war und ebenfalls durch war, wurde zuerst Bericht an unsere Obfrau erstattet und dann erst langsam bereiteten wir uns die zweite Prüfung den praktischen Teil vor. Je näher die Prüfung rückte, desto nervöser wurde ich. Margit hatte sogar noch ein kleines Problem, da sie zu spät für ihren Korrepetitor dran war. Als nächstes war ich an der Reihe, um in die Kammer des Schreckens zu gehen.
Sehr nervös betrat ich den Raum und gab mein bestes. Nachdem ich alles halbwegs fehlerfrei gespielt hatte, schrieb er das Resultat auf einen Bogen und gratulierte mir zu dem Ergebnis.
Erleichtert ging ich aus der Drachenhöhle und sogleich begann das mitfiebern für die Margit. Als auch sie dran war, stieg in mir die Anspannung. Nachdem sie den Raum förmlich erleichtert verließ, wusste ich schon, dass auch sie alles geschafft hatte. Zusammen begaben wir uns in das Urkundenbüro und gaben dort unsere Bögen ab. Natürlich leiteten wir das Ergebnis weiter und wenige Augenblicke später kamen schon die ganzen Glückwunsch- SMS.
Als ich die Urkunde in der Hand hatte, realisierte ich, dass die Woche schon wieder vorüber war und ich jetzt Ferien hatte.
Nachdem wir unsere Telefonnummern mit unseren neu gefundenen Freunden tauschten und uns versprachen uns zu melden, fuhren wir nach Hause, wo ich mich zuerst einmal entspannte.
Es war eine wirklich schöne Woche und eine Erfahrung, die ich nicht missen will.

Ich möchte mich an dieser Stelle dafür bedanken, dass ich den Kurs besuchen durfte. Ein besonderes Dankeschön geht auch an unseren Kapellmeister Helmut, der uns auf die Theorie vorbereitet hat und uns vorweg unklare oder neue Sachen erklärt hat!