Sonntag, 09. Oktober 2005

Konzertwertung in Hausmannstätten

 

Wenn man an diesem Sonntag morgen in unsere Gesichter sah, war man der Meinung man würde zu einem Begräbnis fahren. Unser Pulsschlag allerdings erzählte uns das volle Gegenteil!! Wir waren nervös, aufgeregt – komplett aus der Rolle!

Der Musikverein-Spielmannszug Raaba wollte am Sonntag, 09. Oktober 2005 das erste Mal in seiner Vereinsgeschichte zu einer Konzertwertung antreten!!!!!

Bereits um 07.45 Uhr trafen wir uns bei der Volksschule in Raaba um eine kurze Einspielprobe zu absolvieren.........unser Kapellmeister wollte uns vor der Wertung nicht mehr strapazieren!

Auf der Fahrt nach Hausmannstätten war unsere Stimmung ziemlich gedämpft – sogar unsere Obfrau hatte überhaupt keine Ambitionen ihre normale Fahrgeschwindigkeit einzuhalten.....................

 

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Bei der Bewertung

In Hausmannstätten hatte sich der Bezirkskapellmeister alle Mühe gemacht, um den Festsaal in der HS Hausmannstätten in einem würdigen Wertungssaal (sogar mit Akustikelementen) zu verwandeln!

Da wir bereits um 08.30 Uhr zur Wertung eingeteilt waren, versammelten wir uns nach dem Stimmen vor dem Saal und hörten der Marktmusikkapelle Hausmannstätten zu, welche als Hausherr das Eröffnungsrecht bekam! Mittlerweile konnte man fast sehen, wie sich auch die letzten Fünkchen von Ruhe und Gelassenheit aus dem Staub machten.

 

Punkt 08.20 Uhr konnten wir die Bühne betreten, die Sessel richtig stellen und die Instrumente stimmen. Quasi als „Soundcheck“ spielten wir die Festliche Musik, um Stimmung und den Klang im Saal kennen zu lernen bzw. zu überprüfen.

 

Jetzt wars endgültig vorbei mit unserer körperlichen Verfassung! Köpfe wurden rot, Finger begannen zu zittern, der Kapellemeister schwitzte sich die Seele aus dem Leib.........es half leider auch nicht viel, dass unser Ehrenkapellmeister – Mathias Pitscheneder – uns aufmunternde bzw. motivierende Worte zusprach!!

Würden die Schlagzeuger das Tempo halten?; die Trompeten intonieren?; die Flöten kräftig und genau genug spielen?; die Piccolies richtig stimmen?................................wir fühlten uns schrecklich!!!

Aber es half nichts. Wir mussten mit dem Pflichtstück „Spirit of Music“ beginnen!

 

Wahrscheinlich waren wir wie in Trance, sodass wir spielten, um hoffentlich einen Erfolg nach Hause zu holen. An manchen Stellen konnte man die Nervosität hören, doch wir hielten durch, haben uns zusammengerissen und das Stück positiv bis zum Schluss durchgehalten!

Unsere Blicke und das Gefühl nach dem ersten Stück waren einerseits von Zweifel behaftet aber es wurde auch Zuversicht ausgestrahlt und eines war uns klar: Das Selbstwahlstück „Can Can“ musste uns auf die Siegerstraße bringen!!!!

 

Ohne das wir ein Wort sprachen, oder auch der Kapellmeister ein Wort verlor – wir begannen den Can Can zu spielen und hatten das Gefühl um unser Leben zu spielen.

 

Wir hatten ein Tempo drauf, welches vermuten ließ, dass wir unsere Nerven, welche davongelaufen waren, wieder einholen wollten!

Wir vermittelten mit unserem Stück das Gefühl, dass wir einen „Sieg“ erreichen wollen, können und auch müssen!!

Dennoch konnten wir selber nur unser Bestens geben – unsere Musik mussten die Wertungsrichter beurteilen.

Noch konnten wir nicht wissen, was die strenge Jury unter Landes-KPM Stv. Prof. Zangl, Militärkapellmeister Lackner und Musikschuldirektor Marhold empfinden würden!

 

Die Bewertung begann.................zurückhaltend beim ersten Stück aber auch sehr erfreulich, da wir beim 1. Stück auch zweimal die Höchstpunkteanzahl von 10 Punkten bekamen! Jubel machte sich breit........................beim zweiten Stück war´s nahezu perfekt: Wir erhielten hauptsächlich die Bewertung von 9,5 Punkten und das Endergebnis konnte sich sehen lassen:

 

Wir erreichten in der Stufe A einen
AUSGEZEICHNETEN ERFOLG!!!!

 

(Ein Klick auf die Urkunde vergrößert diese; ca. 50 kB)

 

Unser Glück war perfekt!!!! Wir waren stolz auf uns!!

 

Somit war auch besiegelt, dass der Kapellmeister und die Obfrau zu Fuß nach Mariazell gehen würden – das hatten sie jedenfalls im September bei Probenbeginn den Musikerinnen und Musiker versprochen!

 

Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg!!!!

 

Falls jemand Mitleid mit unserem Führungsduo hat, ist er natürlich sehr herzlichst eingeladen, nächstes Jahr im Mai mit den beiden mitzumarschieren!!!

 

Liebe Musikerinnen und Musiker!

Wir möchten uns bei Euch herzlichst bedanken!! Ihr habt Euch wirklich sehr bemüht und einen wunderbaren Erfolg nach Hause geholt!!

Wir möchten uns bei Euch für diese großartige Leistung bedanken und Euch zu Eurer Einstellung und dem Teamgeist „Spielmannszug Raaba“ herzlichst gratulieren!!!

Bitte macht unbedingt so weiter!!!

Kapellmeister Helmut Hofrichter und Obfrau Daniela Krisper